Risseschäden am Gebäude

Termine: 11. Februar 2020
Anmeldung: bis 03. Februar 2020
Referent: Silke Sous
Dipl.-Ing. Architektin
Aachener Institut für Bauschadensforschung und
angewandte Bauphysik gemeinn. GmbH

Risseschäden am Gebäude: Ursachen und Schadensbehebung

Rissbildungen sind neben Feuchtigkeitsschäden einer der häufigsten Gründe, sich vor Gericht zu streiten. Wegen unklarer oder fehlender vertraglicher Vereinbarungen sehen sich Besteller, also Bauherren, in ihren Erwartungen oft auch bei kleinsten Rissen enttäuscht. Der hinzugezogene Sachverständige wird dann mit einer Vielzahl von Rissbildern konfrontiert, die er unter Berücksichtigung vertraglicher Vereinbarungen sachgerecht bewerten muss.
Das Seminar stellt diese Vielschichtigkeit der Rissbewertung anhand von zahlreichen Praxisbeispielen vor und zeigt fachgerechte Lösungsansätze auf.
Zunächst werden die grundsätzliche Vorgehensweise bei der Beurteilung von Risseschäden an Gebäuden vermittelt und die gängigen Untersuchungsmethoden erläutert. Die bei Gebäuden auftretenden unterschiedlichen Verformungsvorgänge sowie bauphysikalische Zusammenhänge werden dargestellt.
Für Sachverständige spielt die Abgrenzung zwischen bereits am Gebäude vorhandenen Rissen zu neu auftretenden Rissen eine wichtige Basis bei der Bewertung von Rissschäden. Weiterhin ist es notwendig, zu unterscheiden, welche Risse zulässig sind und welche zu Recht bemängelt werden. Hierzu gibt das Seminar zahlreiche Hinweise.
Wichtig vor einer Rissinstandsetzung ist die Klärung der Frage, ob die schadensverursachenden Rissvorgänge abgeschlossen sind (z.B. bei Schwindvorgängen) oder ob diese wiederkehren (z.B. bei klimatischen Einwirkungen, erheblichen Windlasten oder wiederkehrenden Erschütterungen). Die Instandsetzungsmethode ist auf diese Voraussetzungen abzustimmen, die im Seminar erläutert werden.

Programm:

09:00 Uhr Begrüßung
09:05 Uhr Grundsätze der Rissbewertung
Systematische Ursachenermittlung und Untersuchungsmethoden
10.35 Uhr Kaffeepause
11:00 Uhr Setzungen, Baugrundverformungen und Erschütterungen als Rissursache
Abgrenzung zwischen alten und neuen Rissen
12:30 Uhr Mittagspause mit Imbiss
13:15 Uhr Themenkomplex Bauwerksverformung: vertikale und horizontale Verformung sowie Deckendurchbiegung
14:45 Uhr Kaffeepause
15:00 Uhr Instandsetzungsmethoden bei Risseschäden
Zulässige Risse 
16:30 Uhr Ende

Teilnahmegebühr:
110,- € zuzüglich Mehrwertsteuer, einschl. Unterlagen, Mittagessen und Pausengetränken

Das Seminar ist bei der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen als Fortbildung für die Mitglieder der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen in den Fachrichtungen Architektur und Innenarchitektur mit 8 Unterrichtsstunden zu 45 Minuten anerkannt.

Das Seminar ist bei der Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen gemäß § 6 Fort- und Weiterbildungsordnung für beratende Ingenieure (§ 2 Abs. 1 FuWO), Ingenieure (§ 2 Abs. 1 FuWO), staatl. anerk. Sachverständige für die Prüfung der Standsicherheit (§ 2 Abs. 2 FuWO), öffentl. best. u. vereid. Sachverständige in diesem Sachgebiet (§ 2 Abs. 2 FuWO) und qualifizierte Tragwerksplaner (§ 2 Abs. 2 FuWO) mit 8 Unterrichtsstunden zu 45 Minuten anerkannt.

Die Veranstaltung wird für die Eintragung bzw. Verlängerung der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes für Wohngebäude mit 4 Unterrichtseinheiten, für Nichtwohngebäude mit 4 Unterrichtseinheiten und für Energieberatung im Mittelstand mit 4 Unterrichtseinheiten angerechnet.